Willkommen bei Hallers Neuheit in der Pferdewelt:

HEU-TO-GO

Bewegungs- und Fütterungseinrichtung HTG 600

Der HEU-TO-GO bringt Pferde in Bewegung!


Das Pferd ist Lauftier, Steppenbewohner und Dauerfresser. Das Bedürfnis nach Bewegung und zahlreichen, wenn auch kargen Mahlzeiten ist daher die logische Folge. Doch noch immer wird der überwiegende Teil der Reit- und Zuchtpferde in Ställen gehalten. Hier verbringen sie die meiste Zeit in Einzelhaltung mit oftmals wenig Auslauf. Wenn sie dann für einige Stunden auf Paddocks oder auf Weiden verbracht werden, ist auch dort nicht selten das Bewegungspensum der Vierbeiner gering – denn sie stehen bevorzugt an der Futterraufe oder genießen das grüne Gras der Wiese. Selbst in Offen-, aber auch in Lauf- und sogenannten Bewegungsställen hält sich der Aktionsradius bei den Tieren häufig in Grenzen – mit oft fatalen Folgen für die Gesundheit: Die Zahl der an den sogenannten Zivilisations- und Wohlstandskrankheiten leidenden Pferde nimmt stetig zu. Viele Tiere verfetten, erkranken an Hufrehe, am Equinen Metabolischen Syndrom (EMS), am Equinen Cushing Desease (ECD) oder anderen Stoffwechselstörungen oder neigen zu Verhaltensanomalien, wie Koppen, Weben oder Kopfschlagen – denn das Arbeitspensum der Vierbeiner ist in der Mehrzahl der Fälle nicht ausreichend, um die über das Futter zugeführte Energie zu verbrauchen. Meist scheint eine Begrenzung der Futterration die einzige Alternative, um dem Übergewicht und vor allem den Folge-Erkrankungen Herr zu werden. Doch die Reduktion der Futtermenge ist für den Dauerfresser Pferd kontraproduktiv: Aufgrund der permanenten Magensäureproduktion kann es bei zu langen bzw. zu häufigen Fresspausen zu Magenleiden und Verdauungsproblemen kommen.


Wenn am Ende der Futterportion noch so endlos viel Tageszeit verbleibt…


In solchen Situationen werden daher häufig engmaschige (Rau- bzw. Heu-)Futternetze eingesetzt, um die Tagesration über ein möglichst großes Zeitfenster zu verteilen und die Dauer der Futteraufnahme künstlich zu verlängern. Denn ein Kilogramm lose vorgelegtes Heu wird in durchschnittlich 30 bis 45 Minuten konsumiert – da deckt die Fressdauer einer Tagesration selbst bei großzügig bemessener Raufuttermenge in der Regel nur wenige Stunden des Tages ab.

Doch die Ausweitung der Fresszeiten stellt nur eine Stellschraube im System für eine möglichst pferdegerechte Fütterung dar. Eine gute Verdauung erfordert vor allem viel und beständige Bewegung - die Erhöhung des Laufpensums ist daher schon allein zur Ankurbelung der Stoffwechselvorgänge und der Darmtätigkeit von ebenso wichtiger Bedeutung.


Immer dem Heu hinterher!


Mit dem Wissen um den hohen Bewegungsbedarf und der Notwendigkeit eines kargen Nahrungsangebotes bei gleichzeitig unbegrenzter Futtermenge (ad libitum) haben wir, die Firma Haller, eine Innovation entwickelt: den HEU-TO-GO (HTG 600).

Bei diesem beweglichen „Heukarussell“ müssen sich die Pferde ihre Mahlzeit wieder erarbeiten – wie ihre wilden Artgenossen. Bei tiefer Hals- und Kopfhaltung werden die Pferde zu viel Laufleistung mit abwechslungsreichen Bewegungen animiert – ein echter Mehrwert gegenüber traditionellen, weil stationären Futterspendern!

Denn an fixierten Heunetzen oder ortsgebundenen Futterraufen verharren die Pferde während der Fresszeiten überwiegend in der immer gleichen Stellung: In der Regel belasten sie beim Stehen an den Heustationen beide Vorderbeine – eine Haltung, die physiologisch nicht unbedingt wünschenswert ist. Bei tief hängenden Heunetzen oder niedrig konzipierten Heuraufen stellen die Tiere zwar oftmals – wie beim Grasen auf der Weide – ein Vorderbein nach vorne aus, praktizieren also den sogenannten Ausfallschritt. Aber auch hier bleibt das „Spiel-Bein“ üblicherweise in der immer gleichen Position und wird im Regelfall während des gesamten Fressvorgangs belastet. Diese Dauerbelastung gilt inzwischen sogar als deutlich schädlicher, denn nun ruht das Gewicht der Vorhand auf nur einem Vorderbein. Auf der Weide wechselt das Pferd beständig das „Spiel-Bein“, indem es sich in kleinen Schritten fortbewegt – bei konventionellen Heuraufen ist dies jedoch nicht möglich.

Im Vergleich zu stationären Heunetzen oder bei einer Fütterung vom Boden bzw. aus einer Futterraufe heraus werden beim „HEU-TO-GO“ aufgrund des beweglichen Drehkreuzes einseitige Dauerbelastungen vermieden, denn keine Bewegung wird länger anhaltend ausgeführt. Das sehr leichtgängige Drehkreuz mit den Heubehältern veranlasst die Tiere zu beständigen Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen. Manchmal müssen sie einige Schritte seitwärts ausweichen, dann wieder stehen bleiben – durch die Interaktion der Tiere untereinander und aufgrund des unterschiedlichen Fressverhaltens sind und bleiben die Pferde beständig in Bewegung!